Wer suchet, der findet

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

NEUES LOKAL. Oder warum man ein winziges Lokal, das nicht nach etwas Besonderem aussieht, trotzdem nicht meiden sollte.

Vor einem Jahr machte Claudia Ruttnig gemeinsam mit ihrer Schwester in der Neubaugasse ein Lokal namens Picolissimo auf. Dem "Seitenblicke Magazin" fiel das winzige Etablissement immerhin auf, sonst aber niemandem, und vor ein paar Wochen beschloss Ruttnig daher, mit dem À-la-minute-Geschäft aufzuhören und es stattdessen als Weinbar zu probieren. Wobei man gerade als Weinbarbetreiber im siebten Bezirk relativ früh aufstehen muss. Und im Gegensatz zur Konkurrenz sieht Ruttnigs Weinhimmel nicht wirklich cool und hip aus: Dunkles Holz, Spiegel und flackernde Kerzen schaffen eine biedere Atmosphäre, die Arrangements von geschliffenen Kieseln und Halbedelsteinen auf den Tischen erwecken ein bedrohliches Feng-Shui-Gefühl.

Aber dann ist da ja noch die Weinkarte, und in der sind ungefähr achtzig Weine verzeichnet, und die sind nicht nur allesamt tadellos, sondern teilweise


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