Der blaue Wüstenfuchs

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

NAHOST. Verteidigungsminister Herbert Scheibner will sich als Nahostvermittler einen Namen machen. Ist der blaue Minister Österreichs neuer Kreisky? Oder doch nur ein Freund arabischer Fundis? 

In Saudi-Arabien hat er den Säbeltanz aufgeführt. Im Iran einen rot-weiß-roten Kranz auf das Grab von Ajatollah Khomeini niedergelegt. Und als Yassir Arafat von israelischen Panzern umzingelt in Ramallah festsaß, griff der Minister persönlich zum Telefon. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat Verteidigungsminister Herbert Scheibner nicht nur Yassir Arafat die Hand geschüttelt und den österreichischen UN-Soldaten am Golan die Ehre erwiesen, sondern ein arabisches Land nach dem anderen offiziell besucht. Nebenbei flog er noch ganz inoffiziell mit Jörg Haider zu Muammar al-Gaddafi nach Libyen.

  Vergangenes Wochenende konnte Scheibner erste Früchte seiner Bemühungen ernten. Da empfing der sichtlich stolze Minister den NATO-Generalsekretär George Robertson und Amre Moussa, den Generalsekretär


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