NAHOST UND ÖSTERREICH: Friedensgespräche & Terroranschläge

Politik | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

Bruno Kreisky stieß mit seinem Engagement für Frieden im Nahen Osten nicht nur auf Zustimmung. Einige radikale Palästinensergruppen versuchten, seine Bemühungen durch Terror zunichte zu machen. Besonders aktiv war in Österreich die Organisation "Abu Nidal", eine radikale Splittergruppe des Palästinensers Abu Nidal, der bis 1974 in der PLO-Organisation Fatah aktiv war. Die Abu-Nidal-Gruppe operierte bis 1983 vom Irak aus, danach hatte sie ihre Basis in Syrien und von 1986 bis 1992 in Libyen. Eine Chronologie der Ereignisse:

  Am 28. September 1973 kapern zwei arabische Terroristen im Marchfeld den Zug "Chopin-Express". Sie fordern die Schließung des Transitlagers für russische Juden in Schönau. Kreisky kommt dieser Forderung nach und lässt die beiden Terroristen nach Libyen ausfliegen. Das sorgt für internationale Proteste.

  Am 21. Dezember 1975 verübt der Terrorist Carlos gemeinsam mit arabischen Terroristen einen Anschlag auf den Sitz der OPEC, der Organisation der Erdöl


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