"Der Gegner heißt SPÖ"

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

GRÜNE. Christoph Chorherr, Klubobmann der Wiener Grünen, erklärt, warum er Alfred Finz und die Wiener ÖVP als Gegner nicht ernst nimmt, in der Stadt gegen die SPÖ kämpft, den Wiener Bürgermeister Michael Häupl aber trotzdem nicht hart kritisieren kann. 

Die Rede war nicht unbedingt mitreißend. Tosenden Applaus bekam Alfred Finz aber, als er sagte: "Zu den Grünen fällt mir momentan nichts ein." Dabei denken Finz und seine neuen Stellvertreter, die am Parteitag der Wiener ÖVP am Samstag gewählt wurden, derzeit intensiv über die Grünen nach. Die Schwarzen wollen wieder zu einer relevanten Größe in Wien werden: Der neue Obmann hat eine "Rückholaktion" der Wähler angekündigt, die sie in den letzten elf Jahren an die Grünen verloren haben.

Falter: Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?

Christoph Chorherr: Niemand. Es widerspricht meiner bürgerlichen Erziehung, auf jemanden, der am Boden liegt, auch noch hinzutreten. Bei uns hat es, als bekannt wurde, dass Alfred Finz die


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