Presse ratlos

FLORIAN KLENK | Medien | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

PRESSERAT. Niemand hat ihn wirklich gefürchtet. Nur Hans Dichand versuchte ihn mit Millionenklagen einzuschüchtern. Nun ist der Presserat tot. Zwischen Verlegern und Gewerkschaftern herrscht ein erbitterter Streit über die Zukunft journalistischer Selbstkontrolle. 

Wer die Homepage des Presserates ansurft, ist mitten im Geschehen. Die "Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit" gebiete es, "dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter beeinflusst werden", heißt es da. "Klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken" seien Pflicht jedes Journalisten. Noch was hat die Homepage zu bieten: Wer sich zu Unrecht an den Medienpranger gestellt fühlt, kann ein Formular runterladen, um sich über schwarze Schafe in der Presselandschaft zu beschweren.

  Wir befinden uns in Deutschland. Unter www.presserat.de kann jedermann per Mausklick Urteile nachlesen, die deutsche Journalisten über

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