"Ich liebe das Verzetteln"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

LITERATUR. Gerhard Roth wird sechzig und steckt mitten in den Arbeiten zu seinem Roman-Zyklus "Orkus". Mit dem "Falter" sprach der Schriftsteller über die Macht der Schauplätze, über den Zusammenhang von Recherche und Fantasie, über den Niedergang von Jörg Haider und das Charisma von Alfred Gusenbauer. 

Auch Thomas Mach, Gerhard Roths jüngster Held aus dem Roman "Der Strom", der im August erscheinen wird, tritt den "Gang in die Tiefe" an. Er begibt sich in die Katakomben von Alexandria, um den Gründen für den Tod einer Reiseleiterin auf die Spur zu kommen. Und Spuren findet er allerorten: Aufzeichnungen in einem Notizbuch, Fotos in einer Schreibtischlade, ja selbst abstrakte Ornamente oder "die unsymmetrischen Muster", die herumschwirrende Fliegen bilden, scheinen ihm etwas mitteilen zu wollen - von der inneren Stimme, die Mach immer wieder seltsame Anweisungen erteilt, einmal ganz abgesehen.

  Wie die Helden, die sich in den Romanen seines auf sieben Bände angelegten Zyklus


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