Sind wir wieder gut?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

THEATER. Und keiner hat gebuht: Georg Staudacher inszeniert Thomas Bernhards frühes Stück "Die Jagdgesellschaft" am Volkstheater. 

Am Ende war Georg Staudacher sichtlich erleichtert. Der Regisseur war nach der Premiere seiner Inszenierung von Thomas Bernhards "Jagdgesellschaft" auf die Bühne gekommen - und keiner hatte gebuht. Nicht nur Staudacher selbst hatte in diesem Moment wohl an sein Volkstheater-Debüt Anfang des Jahres gedacht, als er mit Gert Jonkes "Vögeln" eine Bruchlandung erlebte. Die überambitionierte und überlange Inszenierung verschwand nach verheerenden Kritiken und heftigen Zuschauerprotesten rasch vom Spielplan; dem hoffnungsvollen Regietalent ("Café Tamagotchi") aber wurde demonstrativ noch eine Chance gegeben. Ausgerechnet mit der "Jagdgesellschaft" sollte Staudacher beweisen, dass er doch schon reif ist für die große Bühne.

  Dass erst vor knapp zwei Wochen am Burgtheater Bernhards "Elisabeth II." Premiere hatte (siehe Falter 23/02), machte die Aufgabe


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