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Kultur | MATTHIAS DUSINI  | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

KUNST. Der amerikanische Künstler Allan Kaprow hat das Happening erfunden und dem Museum abgeschworen. Dem "Falter" erklärt er, warum er für das Mumok eine Ausnahme macht. 

Das bin ich", sagt der 75-jährige amerikanische Künstler Allan Kaprow und deutet auf den Umschlag eines Buches über die Kunst der frühen Sechzigerjahre. Dort ist eine Personengruppe aus Gips zu sehen, die rund um einen Tisch versammelt ist. Der Bildhauer George Segal hat sie vor vierzig Jahren geschaffen. Kaprow identifiziert auch die anderen Gipsabdrücke: Lucas Samaras, George Segals Frau Helen, Segal selbst, der gerade Kaffee einschenkt. "Und die Frau mit den kurzen Hosen und dem Leibchen ist meine damalige Gattin Vaughan."

  Wie die von der Lava überraschten Bewohner von Pompeji in ihren Posen für immer festgehalten wurden, so katapultiert Segals Skulptur einen Augenblick in die museale Ewigkeit. Ähnliches lässt sich auch von einer Kartonkiste behaupten, vor der Kaprow beim Rundgang durch die Sammlungspräsentation


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