Stadtrand Im Trend: Zehenbruch

Stadtleben | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

Noch nie war sommerliche Schuhmode derart gefährlich wie im Sommer 2002! Oder gab es in der Geschichte der fashionablen Besohlung jemals die Situation, dass in einer Saison bei erhöhter Außentemperatur und modebegabten Menschen entweder Gummibadelatschen oder Hartholzschlapfen an den Füßen befestigt waren? Und genau diese Ausgangslage - auf der einen Seite fast nackte, ungeschützte Füße, auf der anderen Seite das Schuhwerk der klobigeren Art - schafft derzeit immer wieder Extremsituationen. Nicht nur auf Wiens Straßen. So kommt es in überfüllten U-Bahnen, Bussen, auf Tanzflächen oder bei anderen Menschenansammlungen immer wieder zu Schimpfereien, weil wer wem auf die Zehen steigt. Nicht bös gemeint, versteht sich, da hat halt jemand nichts gespürt, irgendwo da unten im modischen Holzschuh. Wer diesen Sommer auf zehenspreizende Gummibadelatschen - die aktuelle Bezeichnung lautet "Flipp-Flopps" - steht, sollte unbedingt in besonders heiklen Situationen Füße und Zehen einziehen. Besser ist lieber gleich zum Gegenschlag auszuholen und Cloggs zu tragen. Wer dieses Wochenende das Donauinselfest besucht, ist mit Flipp-Flopps jedenfalls schlecht beraten. Denn wie heißt die Trendverletzung 2002? Richtig: Zehenbruch. C. W.


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