Im Rausch des Buchweizens


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 25/02 vom 19.06.2002

NEUES LOKAL. Endlich: Ein kleines, charmantes Café beweist, dass erstens nicht immer alles italo sein muss und dass zweitens die Josefstadt nicht tot ist.

Herwig Walch ist eigentlich Physiotherapeut und folgte vor ein paar Jahren seiner Frau, die dort beruflich zu tun hatte, nach Bordeaux. Weil er aber keine Arbeitserlaubnis in der schönen Stadt aus Sandstein bekam, jobbte er so rum. Zum Beispiel auch auf Weingütern, was in ihm dann irgendwie die Lust wachrief, in Wien einmal irgendwas Kulinarisch-Französisches zu machen. Dann war da ein Freund von ihm, der ein Bio-Feinkosthändler ist, und der Herwig Walch von einer tollen Location in den ehemaligen Kühlräumen der Fleischerei Bösel erzählte. So, dann war da der Pizzabäcker Mario, über den Walch vom Innenarchitekten Fritz Maresch erfuhr, der erstens schon ein paar schöne Lokale in Wien gemacht und zweitens in seiner Jugend auch einmal ein paar Monate in Südfrankreich mit Streichen von Fensterrahmen verbracht hatte, weshalb da

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