Rote Schleuderpreise?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

WOHNEN. Die Stadt Wien verkauft kleine Gemeindebauten an Private. Die Mieter erhalten von den neuen Eigentümern schon die ersten Kündigungsklagen. 

Absolut dilettantisch", findet der Grüne Gemeinderat David Ellensohn die Performance von Wohnbaustadtrat Werner Faymann am freien Wohnungsmarkt. Er möchte nun vom Kontrollamt prüfen lassen, ob die Gemeinde ihre Häuser nicht weit unter dem Preis verscherbelt.

  In einem Bericht aus dem Jahr 1997 empfahl der Rechnungshof der Stadt, sich von "untypischen" Gemeindebauten, also Zinshäusern, die der Gemeinde gehören, zu trennen. Seit 1998 wurden 36 solcher Häuser verkauft. Manche davon zu Schleuderpreisen, meinen die Grünen.

  Das Haus in der Witzelsbergergasse 27 ist genau so ein Fall: 75 Jahre gehörte das Haus der Stadt Wien, seit 75 Jahren wurden die Wohnungen wie im Gemeindebau an sozial schwächere Mieter vergeben. Ende 2000 hat die Gemeinde das graue Zinshaus im 15. Bezirk verkauft. Kaufpreis: 251.448 Euro. Nun bröckelt nicht


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