Keine Kunst

Medien | EVA STEINKELLNER | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

FERNSEHEN. Das Aus für die "Kunststücke" ist beschlossene Sache. Trotz massiver Proteste werden die "Kunststücke"-Inhalte ab Herbst häppchenweise auf verschiedene Tage aufgeteilt. Genaue Sendekonzepte fehlen einstweilen. 

Virgil Widrich hat Glück gehabt. Noch bevor sein Kurzfilm "Copy Shop" (2001) internationale Preise, und eine Oscar-Nominierung absahnte, konnte er bereits seinen Film im heimischen TV zeigen. Donnerstag spätabends stellte das Kulturmagazin "Kunststücke" den Streifen vor. "Ohne Kunststücke' wird es solche Filme in Zukunft nicht mehr geben", meint Widrich.

  Seit letzter Woche ist es also fix: Das neue Programmschema des ORF (siehe Kasten) wurde mit deutlicher Mehrheit (26 zu 9) beschlossen. Die "Kunststücke" und mit ihnen ein wichtiger Abspielplatz für Avantgarde- und Kurzfilme sind nach 21 Jahren Vergangenheit. Als Ersatz wurde eine Aufsplittung der Inhalte auf verschiedene Tage und Sendeformate und die Integration von "Kunststücke"-Themen in andere Sendungen


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