Kommentar Mumok: Der Flakturm der Postmoderne

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

Das Museum moderner Kunst ist ein Skandal. Es ist so unübersichtlich angelegt, dass der Besucher sich hoffnungslos verirrt. Dass das Gebäude so danebenging, ist nach den Verbesserungsarbeiten, die der neue Direktor Edelbert Köb vorgenommen hat (siehe Interview auf Seite 22), noch deutlicher geworden. So sehr man sich auch bemüht hat, durch das Herausreißen der Stellwände und das Zuspachteln der Wände einigermaßen neutrale Ausstellungsräume zu schaffen: Das Haus wird immer eine ziemlich verplante Hütte mit der Atmosphäre eines Mausoleums bleiben. Dabei ist es erst vor einem Jahr fertig geworden.

Was ist ein Skandal? Ein Skandal ist etwas, wenn die Journalisten dazu sagen: "Millionen in den Sand gesetzt!" Und die Architekturkritiker: "Dieses Haus ist ein Flakturm der Postmoderne, ein konzeptloser Panzer gegen die Anforderungen eines multimedialen, der Gegenwart gegenüber offenen Museums!" Und die Museologen: "Die misslungene Einteilung in Halbstöcke, die räumlich nicht zusammenhängen,


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