EDELBERT KÖB: "Die Sammlung ist die Kriegskasse"

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

Falter: Der amerikanische Künstler Chris Burden will im Mumok hundert Kilo Gold ausstellen. Lässt sich damit Ihre Sammlung aufwiegen?

Edelbert Köb: Der Wert unserer Sammlung ist sehr schwer schätzbar. Man kennt dieses Problem vom Ankauf der Sammlungen Ludwig und Leopold. Die Reaktionen reichten von "total überbezahlt" bis "Geschenk des Stifters". Wir haben uns das allerdings überlegt, als wir vor der Frage standen, ob wir die Werke versichern sollen. Die Werke sind jetzt Leihgaben des Bundes. Wir haben sie nicht versichert, weil der Bund es nicht explizit verlangt. Sollten wir unterversichern? Allein wenn wir die klassische Moderne schätzen lassen, kämen wir auf Summen, die uns handlungsunfähig machen würden.

Wie lässt sich die Kunst der Sechziger mit ihrem offenen Werkbegriff einschätzen? Da kann ja auch eine Einladungskarte als Werk gelten.

Einzelne Dokumente haben Liebhaberpreise oder gar keinen. Für ein Museum aber haben sie als Basis für wissenschaftliche Recherchen einen


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