Hey, Mr. Banjo-Man!

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

LONDON SOUND-FILES. Warum es sich mit Pop wie mit Fußball verhält und wie Banjo-Mann Pete Stanley zu sehr vielen Radkappen und Gigs mit Bob Dylan und Bryan Ferry kam. 

Draußen vor dem Fenster schrillt eine einsame Alarmanlage. Wenn dann auch noch die Polizei vorbeifährt, fehlt wirklich nur noch eine Bassdrum, um den fertigen Trance-Track frei Haus zu liefern. London hat, so scheints, eine immanente Neigung zur Produktion urbaner Popkultur. Zugegeben: In den letzten Wochen hatte der Fußball den Pop eindeutig überflügelt. Selbst erwachsene Bewohner dieser Stadt waren auf offener Straße im Dress ihrer Nationalmannschaft anzutreffen. Wären da nicht Alarmanlagen und Polizeisirenen, kaum etwas würde an den musikalischen Zeitvertreib erinnern, als dessen Mutterland sich England empfindet.

  Dabei gäbe es da durchaus strukturelle Parallelen. So wie mit einer guten Fußballanalyse verhält es sich nämlich auch mit der Rezeption von Popmusik: Ohne den wieselflinken Außenverteidiger


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige