NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

POP

Sonic Youth: Murray Street

Geffen/Universal

Kim Gordon und Thurston Moore sind nicht nur das coolste Popehepaar seit Yoko Ono und John Lennon. Durch ihre Verschmelzung von Avantgarderock, Art-Punk, entfesseltem Lärm und einem doch stets sehr fein ausgeprägten Harmonieverständnis etablierte das New Yorker Paar seine Band Sonic Youth auch als eine der einflussreichsten und interessantesten Rockformationen der letzten zwanzig Jahre. Ihr 16. Album wird jetzt vielerorts als künstlerisches Comeback einer zuletzt etwas berechenbar gewordenen Band gefeiert. Tatsächlich ist "Murray Street" aber schlichtweg ein weiterer großer Wurf innerhalb eines reichhaltigen und durchwegs ansprechenden Gesamtwerks, an dessen Qualität auch die teils herablassende Rezeption der letzten Jahre nichts ändern kann.

GERHARD STÖGER

Last Days of April: Arsenal to the Stars

Bad Taste Records / Edel

Von dem geradezu skandalös kitschigen Cover mit Sonnenuntergang und Palme sollte man sich nicht abschrecken lassen.

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