aufgeblättert

Kultur | STEFAN LÖFFLER | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

Wie man spätestens seit dieser Fußball-WM weiß, sind die Japaner ein erstaunliches Volk. Was man vielleicht noch nicht weiß: Der 11. November ist ihr nationaler Tag der Salzstangen, und sie stehen auf Astronautennahrung. Abfall tragen Japaner mit sich herum, um ihn abends zu Hause wegzuwerfen. Auf der Suche nach dem verlorenen Schlaf dösen sie in Klassenzimmern und U-Bahnen vor sich hin. Und eine Tokioter Bahnlinie rief einst Selbstmörder auf, die Rushhour zu meiden. Auch die Balz kennt ihre festen Institutionen. In jeder japanischen Stadt gibt es eine Straße, in der Männer drauf warten, die vorbeiflanierenden Frauen ohne Umschweife auf ein Getränk einzuladen. Nampa heißt das. Außerdem gibt es Gokon, eine Singleparty mit traditionellen Spielen. Diese Treffen enden stets damit, dass man pärchenweise auseinander geht, um vorgeblich eine Spielhalle zu besuchen ...

  Christoph Neumann zweifelt am freien Willen der Japaner, an ihrer Befähigung, Spaß zu haben, und an ihrem Verstand.


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