TIER DER WOCHE: Zum Lochen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 26/02 vom 26.06.2002

Es kommt! Unaufhaltsam nähert sich die Zeit, in der aus den Schlagzeilen der Medien die Politskandale, die Wirtschaftspleiten und die ganze mordsmäßige Berichterstattung verschwinden und die Welt in einer einzigen Flaute zum Stillstand kommt: Das Sommerloch ist wieder da! Die Boulevardpresse widmet sich ab nun genauso wie die Aufdeckermagazine wichtigen Lifestylefragen (Hautärzte warnen: Vorsicht bei Sonnentattoos), und nur noch schlapp schwappen dramatisierte Artikel über die Gefahren der Tierwelt über unsere schwitzenden Urlaubskörper hinweg. Den Auftakt machte letzte Woche eine Meldung über den verzweifelten Kampf österreichischer Imker gegen ihre zunehmend aggressiven Bienen. Ohne Schutz müssten sie nunmehr "bei der Pflege von 20 Völkern mit bis zu 30 Stichen rechnen". Also 0,66 Stiche je Bienenstock. Und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger schweigt dazu. Sauerei, sauige. Dann aber war Schluss mit lustig: "Am Golfplatz von Insekt gestochen", titelte ein Beitrag


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