Missverständnisse


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Was haben Dichand, Schüssel und ein 16-jähriger Schüler gemeinsam? Sie verstehen mich nicht. 

Dies ist, mein Publikum weiß es, nicht der Ort, an dem ich üblicherweise Leserbriefe beantworte. Die Veteranen im Publikum haben noch eine Erinnerung an jene graue Vorzeit, als wir - Medienkritiker von Anfang an - den Abdruck von Leserbriefen verweigerten, weil wir sie als Simulation von Teilhabe, als leeres Demokratiespiel verachteten. In unserer Zeitung, meinten wir, könne sich das Publikum selbst einbringen, in Form von Betroffenenberichten, Statements und selbst verfassten Artikeln. Die Utopie der Leserzeitung sah uns dabei über die Schulter, wenngleich wir uns in ehrlichen Momenten eingestanden, dass diese Idee bereits reichlich schimmlig wirkte. So kam es, dass wir in unserer 5-Jahres-Jubelnummer erstmals Leserbriefe brachten (gesammelt hatten wir sie ja). Sechs Jahre nach seiner Gründung erschien die erste Leserbriefseite im Falter. Der junge Mann, der

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