Lohn steigt, Kosten nicht

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

Kommentar. Wirtschaftskammer und Gewerkschaft streiten über die Senkung der Lohnnebenkosten. Beide haben Unrecht. 

Die politischen Auseinandersetzungen zwischen den Sozialpartnern werden heftiger. Derzeit geht es um die Höhe der Lohnnebenkosten. Die Wirtschaftskammer sieht Österreich mit einem fast hundertprozentigen Zuschlag zum Direktlohn an der Spitze in Europa. Sie fordert, die Lohnnebenkosten um mehr als eine Milliarde Euro zu verringern, indem die Beitragssätze zur Unfall- und Arbeitslosenversicherung sowie zum Insolvenzfonds, wo derzeit Überschüsse bestehen, gesenkt werden. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit steigern, zu mehr Beschäftigung führen, was dann auch den Arbeitnehmern zugute käme. Der ÖGB bestreitet den Zusammenhang zwischen Lohnkosten und Beschäftigung, sieht hingegen die Sozialleistungen gefährdet. Niedrigere Beitragseinnahmen im Sozialsystem führen zu schlechterer sozialer Absicherung.

  Ein bisschen etwas Wahres ist an beiden Positionen dran, aber

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