POSITIVE DISKRIMINIERUNG: Homo-Rabatt statt Paragraph 209

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

Schwule hängen viel öfter und länger am Telefon als Hetero-Männer. Ein Vorurteil, das sich bald bestätigen könnte. Denn seit wenigen Tagen gibt es einen Telefonanbieter, bei dem Schwule, Lesben und Transgender-Personen günstiger telefonieren können. "Homosexuelle und Transgender-Personen werden in unserer Gesellschaft oft genug diskriminiert. Hier werden wir endlich einmal bevorzugt", freut sich Mike H. Grätzner vom Internetportal Rainbow Online, das gemeinsam mit www.transgender.at Partner des Telekomunternehmens Streams ist. Beim EasyCall-Tarif von Streams zahlen "normale" Kunden österreichweit 4,65 Cent pro Minute, die Lesbisch-schwul-transgender-Community kann schon um 4,51 Cent, also drei Prozent billiger, telefonieren. Deutschland kostet 5,27 Cent, und mit läppischen 5,76 Cent pro Minute in die USA liegt der Queer-Tarif von EasyCall im absoluten Spitzenfeld.

  "In Zukunft wollen wir nicht nur Homosexuellen und Transgender-Personen Rabatte anbieten, sondern das Angebot auf gemeinnützige Vereine, Interessenvertretungen und andere unterstützenswerte Gruppen ausdehnen", erklärt Gabriel Maria Plutzer von EasyCall.

  Weitere Informationen erhält man, wenn man ein E-Mail an office@easycall.at schickt. Eines ist aber für Homos und Heteros gleich: EasyCall rechnet jedes Telefonat sekundengenau ab und schickt seinen Kunden eine Auflistung aller Gespräche gratis per E-Mail.

  Anmeldung und Tarife unter www.easycall.at/queer oder telefonisch unter 401 59-128.


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