In geschlossenen Räumen

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

LITERATUR. Dem ambitionierten amerikanischen Romancier Richard Powers ist mit "Schattenflucht" eine außergewöhnliche Mischung aus Virtual-Reality-Story und Geisel-Drama gelungen. 

Dieser Raum steht außerhalb der Zeit ... Dieser Raum bleibt ewig in der Schwebe, ewig im Hier ... Zeit hält nicht an solchen Orten, und solche Orte halten keine Zeit ... Draußen in der Welt geht alles seinen Gang, und noch immer öffnen Knospen sich zu Blüten. Früchte reifen, verrotten ... Aber hier auf dieser Insel, in diesem Raum: das leise Grollen, das stete Summen eines Ortes, der höher ist als alle Vernunft."

  Richard Powers' Parallel-Roman "Schattenflucht" handelt gleich von zwei dieser hermetischen, von Zeit und Geschichte getrennten Räume. Der eine liegt im "Realization Lab" einer Computer-Firma in Seattle, die Ende der Achtzigerjahre bahnbrechende Fortschritte auf dem Gebiet der Virtual Reality macht. Hier arbeitet ein buntes Team an einer Welt-Simulation mit dem Namen "Grotte". Im Zentrum

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