OHREN AUF! Ö-Pop-Control

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

Das Popjahr 2002 zeichnet sich bislang unter anderem durch eine Vielzahl ausgezeichneter Veröffentlichungen österreichischer Provenienz aus. Dass inmitten all der ansprechenden Alben von Attwenger, Waxolutionists, Trio Exklusiv, Stereotyp & Co aber nach wie vor auch Entbehrliches produziert wird, beweisen Heinz mit ihrer neuen CD "Karate Karate" (BMG). Die vier Herren Anfang dreißig versuchen sich darauf einmal mehr an der Ausweitung ihrer persönlichen pubertären Zone, wobei die ärmlichen Texte durch den eingängigen, dabei aber nur allzu vorhersehbaren Gitarrenpop auch nicht erträglicher werden.

Die im direkten Vergleich eindeutig charmanteren Petsch Moser sind ebenfalls zu viert und in Wien beheimatet; auch sie richten sich offensichtlich an ein junges Publikum - und auch sie bleiben letztlich eher verzichtbar. Ihr Debüt "Von Städten und Bäumen" (Masterplan/Hoanzl) hat trotz einer Laufzeit von nur dreißig Minuten seine Längen, der Jammerlappen-Faktor des Sängers ist eindeutig


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