Beginn der Fellini-Meile


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 27/02 vom 03.07.2002

NEUES LOKAL. Das neue 8 1/2 hat zwar irgendwie genauso wenig mit "otto e mezzo" zu tun wie das Amacord mit "Amarcord", ist aber trotzdem wunderbar.

Es wird einem ja relativ schnell fad, leider. Antipasti gibts schon überall. Fad. Pasta, bitte nicht, megafad. Sushi - schnarch. Nudelsuppen - nach dem 78. Laden innerhalb von zwei Monaten nicht mehr spannend. Die Dekadenz ist ein Hund, aber zumindest hält sie die Wirte auf Trab, weil wir ja jede zweite Woche was Neues wollen.

Insofern kann man es nur als äußerst mutig bezeichnen, dass Helmut Olbrich und André Macko vorige Woche in einem ehemaligen Lagerraum in der Schleifmühlgasse ein kleines Lokal aufmachten, das nur Antipasti und Pasta bietet. Nur eben was und wie, das ist der Punkt. Erstens einmal sieht das 8 1/2 ganz bezaubernd aus: ein kleines Gewölbe, Industrieparkett, ein paar Tische aus wirklich sehr dicken Buchenhölzern, eine Lampe, die irgendwie an Edward mit den Scherenhänden erinnert, und schließlich eine sehr hübsche

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