Da freut sich bin Laden

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

AUSLAND. Die Irak-Krise zeigt: Die US-Verteidigungsdoktrin reduziert sich zum Erstschlag gegen "Terrorstaaten". 

Der "Downing-Plan" war von bestechender Klarheit. Durch den gezielten Einsatz amerikanischer Hightech-Waffen sollten die Schaltstellen des irakischen Regimes getroffen werden. Einige hundert Special Commands könnten dann am Boden zerstören, was der Präzision der Cruise Missiles und Smart Bombs entgangen war. Wie in Afghanistan die Nordallianz schließlich triumphierend in Kabul eingezogen war, würde auch einer Allianz von Kurden, Schiiten und dissidenten irakischen Offizieren mit amerikanischer Unterstützung die Befreiung Bagdads gelingen. Kurz, eine militärisch beschränkte Operation von ein paar Wochen sollte es werden, mit nur begrenzten weltpolitischen Verwicklungen und einem sicherheitspolitischen Jackpot, von dem jeder amerikanische Präsident nur träumen kann, nämlich dem Sturz Saddam Husseins und der Installierung einer proamerikanischen Regierung in der irakischen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige