Wo landen sie denn?

UWE MATTHEISS | Vorwort | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

KOMMENTAR. Über Neutralität, Abfangjäger und den Untergang der Politik durch Technokratie. 

Aus der Gesamtheit der österreichischen Wahlberechtigten soll einer schlau werden. Die überwiegende Mehrheit bekennt sich zur "immer währenden Neutralität". Umfragen liefern regelmäßig Werte zwischen sechzig und achtzig Prozent dafür. Die Zustimmung zu diesem Grundsatz bleibt über längere Zeiträume konstant und geht bei Kriegs- und Krisennachrichten sogar eher nach oben. Wenn irgendwo die Welt brennt, schielen die Österreicher nicht nach der Rückendeckung durch ein Militärbündnis, sondern halten an einer Doktrin fest, die sie durch unterschiedliche internationale Konstellationen hindurch bei einem Leben in Frieden und Wohlstand begleitet hat; unabhängig von der Frage, inwieweit die Neutralität für den günstigen Verlauf der österreichischen Nachkriegsgeschichte tatsächlich erheblich war.

Andererseits wählt eben dieser Souverän eine Regierung, die unterhalb eines formellen

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