DOLM DER WOCHE: Karl-Heinz Grasser

Politik | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

Seit seinem Amtsantritt liegt uns der blaue Finanzminister ständig in den Ohren: mit seinem "Nulldefizit", seinem "ausgeglichenen Budgethaushalt" und seinem "Sparen, sparen, sparen!". Wenn ihm die Vorschläge seiner Ministerkollegen nicht passen, droht Karl-Heinz Grasser schon mal mit seinem Abgang in die Privatwirtschaft. Der Rewe-Konzern, Franz Strohsack von Magna und auch Red Bull hätten bei ihm schon angeklopft, war zu lesen. Zuletzt heizte der FPÖ-Minister die Gerüchteküche wieder einmal wegen des Kaufes der Abfangjäger an: Unter ihm werde es die kostspieligen Vögel "sicher nicht" geben. Nun sind es gar die sauteuren, hochmodernen Eurofighter geworden. 1,8 Milliarden Euro werden sie uns kosten. Nach dem finalen Handshake ist von Grassers Primadonnen-Gehabe wenig übrig geblieben, von Rücktritt keine Rede. Dabei verleiht zumindest eines seiner angeblichen Angebote Flügel.


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