"Dummheit und Gier"

FLORIAN KLENK | Politik | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

BIO-AFFÄRE. Der langjährige Chef der mächtigsten Biobauernlobby schildert erstmals die "Betrügereien" im Biobusiness: 650 Tonnen Getreide und Tausende Kilo konventionelles Rindfleisch wurden fälschlich als feinste "Bioware" deklariert. Im Bioparadies Österreich herrschen Schlamperei und kriminelle Machenschaften. Das Land erlebt seinen ersten großen Bioskandal. 

Auf der kleinen Weide grasen die Kühe, ein Kätzchen schnurrt, Hühner scharren im Hof. Am Bauernhof von Josef Ortner im oberösterreichischen Ranshofen ist die Welt in Ordnung. Drinnen in der Stube liegt ein sieben Seiten langer Brief, den Bauer Ortner vorvergangene Woche an die "Liebe(n) Ernte-Delegierten" versandt hatte. Eigentlich sollte der Inhalt dieses Schreibens - das dem Falter exklusiv vorliegt - nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Von "Schattenseiten", "Manipulationen" und "Schlampereien" in Österreichs Bioszene ist darin die Rede. Und von "Betrügereien, die die menschliche Reife (...) infrage stellen".

  Josef

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