Das Bio-Business: Die grünen Riesen

EVA WEISSENBERGER, NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

Österreichs Bauern schmeißen jedes Jahr Waren im Wert von einer viertel Milliarde Euro mit dem Etikett "Bio" auf den Markt: 220.000 zufriedene Hendln, 16.000 glückliche Schweine, 58.000 Tonnen Getreide, 10.000 Tonnen Gemüse, 3000 Tonnen Obst, 30 Millionen Eier. Und die Österreicher greifen freudig zu. Der Ökolandwirtschaft werden jährliche Zuwächse von zehn Prozent vorausgesagt. Obwohl die Bioprodukte bis zu 25 Prozent teurer sind als normale Lebensmittel. Rindfleisch sogar bis zu 40 Prozent. Ein Ei von einer Käfighenne kostet 15 Cent, von einer Freilandhenne 30 und, wenn das Huhn nicht nur herumlaufen, sondern auch Bio futtern durfte, dann kommt das Ei auf stolze 45 Cent.

  Zwei Drittel der heimischen Ökolandwirte sind im Ernte-Verband organisiert, gegen dessen Tochterfirmen der ehemalige Ernte-Geschäftsführer nun schwere Vorwürfe erhoben hat (siehe dazu Seite 8). Ernte liefert den Großteil seiner Produkte an die Handelsriesen Billa, Merkur (beide "ja! Natürlich"), Spar

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