Von Pints und Pillen

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

SCHOTTLAND. Irvine Welshs ausufernder Entwicklungsroman "Klebstoff". 

Das jüngste Buch des schottischen Erfolgsautors Irvine Welsh wird sich Vergleiche mit dem Welt-Hit "Trainspotting" gefallen lassen müssen. Denn auch "Klebstoff" handelt von einer Gruppe junger Männer, die in trostloser Umgebung aufwachsen und sich die Zeit gerne mit Bier und Drogen, Raves und Sex, Kleinkriminalität und Schlägereien bei Fußballspielen vertreiben.

  Welsh verfolgt den Lebensweg des in der Jugend unzertrennlichen Vierers Billy, Carl, Terry und Andrew. Dabei beschränkt er sich auf Einblicke in die entwicklungstechnisch wichtigen Lebensjahre sechs (Einschulung), 16 (erster Sex, erste Drogen), 26 (langsames Erwachsen- und Sesshaftwerden) und 36 (war das schon alles?). In dem enorm handlungsstarken Buch lässt der Autor abwechselnd das Sport-As Billy, den introvertierten DJ Carl, den Ganoven und Sex-Maniac Terry sowie das Sorgenkind Andrew von ihren Bemühungen erzählen, in einem schlechten Viertel

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