OHREN AUF! Brutzelnde Platten

ANDREAS FELLINGER | Kultur | aus FALTER 28/02 vom 10.07.2002

Die beiden belgischen Labels Audioview und Sub Rosa haben ein Baby. Sein Name: Audiosphere (Vertrieb: Ixthuluh). Sein Auftrag: die Konservierung von Live-Aufnahmen improvisierter Elektronik, vorzugsweise aus einmaligen Kooperativen. Spontane Interaktion erhält den Vorrang vor eingespielter Routine. Motto des Unterfangens: unsichtbare Architektur.

"Invisible Architecture #1" dokumentiert die Premiere des Trios Jeck/Yoshihide/Tétreault. Jeder für sich ein Champion, zusammen eine Champions-League: Gefunden haben sich a) der Liverpooler Multi-Platten-Jockey Philip Jeck, der sein Vinyl alles andere als sakrosankt behandelt, nämlich als Gebrauchsmaterial, dem er mit Klebstoff und Skalpell zu Leibe rückt; b) der japanische Brachialgitarrist, DJ und Turntablist Otomo Yoshihide, seit dem Ende seiner "Ground-Zero"-Bigband Furor in kleineren, feineren Formationen; und c) Martin Tétreault, Plattenreiter und Elektroniker aus Montreal mit Wurzeln in der bildenden Kunst und in der "musique actuelle".

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