"Streben die Macht eh an"

Politik | EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

SOMMERGESPRÄCH III. Grünen-Chef Alexander Van der Bellen über seine langen Nachdenkpausen, das Ende der Neutralität, seine Plaudereien mit Hans Dichand über Ausländer und darüber, wie er als Kind in der Besatzungszeit einen großen Bogen um das russische Konsulat machte. 

Aurora heißt Morgenröte. Vielleicht wählte Alexander Van der Bellen deswegen die gleichnamige Villa auf dem Wilhelminenberg für das Falter-Sommergespräch. Denn um zehn Uhr ist der Grünen-Chef sonst eher zwider. Doch es regnet in Strömen. So findet das Interview nicht im grünen, romantischen Garten statt, sondern in der mit braunem Holz verkleideten Gaststube. Schnell kommt die Rede in diesem Ambiente auf Ewald Stadler, und Morgenmuffel Van der Bellen agiert alles andere als hölzern. Seine Nachdenkpausen werden immer kürzer. Keine dauert mehr länger als drei Sekunden. Es ist Mittag, als das Gespräch zu Ende geht. Van der Bellen ist putzmunter. "Es ist so schön hier wie auf einer Berghütte", sagt der


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