FERNSEHEN

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

Cornelia Vospernik ist gut. Die Journalistin, die fürs Erste jede zweite Woche die "ZiB 1" moderieren wird, ist eloquent, sicher, kompetent. Sie macht ihre Sache jetzt schon ebenso gut wie Veit und Spera. Und wenn sie lange genug aus dem Fernseher herausschauen darf, wird sie eines Tages auch bei der tv-Media-Ihre-TV-Lieblinge-Superstar-Wahl vorne mitmischen. Der Zuseher ist ein Gewohnheitstier. Schön, dass der ORF solche Jobs nicht nach denselben Barbie&Ken-Kriterien vergibt wie RTL. Wenn man bedenkt, dass vor ein paar Jahren noch vom Küniglberg aus verbreitet wurde, die hervorragende, unabhängige Journalistin Margit Czöppan verschwinde nur deshalb vom Sendeplatz um 19.30, weil das p.t. Publikum Frauen mit dunklen Haaren nicht gerne anschauen mag. Auch Gerald Gross ist kein Ken. Aber wunderbar, wie er sich letzte Woche von Ewald Stadlers Leugnen, Winden, Leugnen, den ORF für alles verantwortlich Machen, Leugnen, Winden und Keifen nicht beeindrucken ließ. Eine andere ORF-Personalentscheidung - der neue Moderator der "Millionenshow" - darf angezweifelt werden. Dass man sie durch Armin Assinger ersetzt, hat nicht einmal Barbara Stöckl verdient.


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