OHREN AUF! Alles beim Alten

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

Je nach Pop-Großwetterlage wurde in den letzten Jahren wahlweise das Ende oder die Wiedergeburt der Rockmusik verkündet. Weder das eine noch das andere war je viel mehr als journalistisches Tagesgeschäft. Eines lässt sich aber kaum leugnen: Interessante Mainstreamrockplatten gleichen inzwischen einer aussterbenden Spezies.

Der ehemalige Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant etwa zeigt sich auf dem vornehmlich aus Coverversionen bestehenden Soloalbum "Dreamland" (Mercury/Universal) einmal mehr als großer Narziss am Mikrofon, der mit seinen ausufernden Stücken in erster Linie Langeweile und Muffigkeit verbreitet und selbst vor so ausgewrungenen Standards wie "Morning Dew" oder "Hey Joe" nicht zurückschreckt. Aber gut - nicht jede Rocklegende kann so würdevoll altern wie Ozzy Osbourne (der ja einst mit Black Sabbath auch die ungleich coolere Band hatte).

"Hard Candy", die neue CD der Counting Crows, klingt in ihren besten Momenten immerhin nach schwächeren Aufnahmen von R.E.M., und das


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