SMS in Sarajevo

Kultur | EDGAR SCHÜTZ | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

BOSNIEN. Die Schriftstellerin Juli Zeh fährt nach Bosnien und findet Netzkontakt, Hajrija Hrustanovic´ kommt nach Österreich und wird Schriftstellerin. 

Vor einem Jahr hat Juli Zeh Bosnien-Herzegowina bereist. Mit einem Hund als einzigem Begleiter. Der von ihr verfasste Reisebericht wurde Mitte Mai auszugsweise in der Zeit abgedruckt, der Schöffling-Verlag richtete eine eigene Homepage (www.stille-ist-geraeusch.de) ein. Warum eigentlich?, fragt sich, wer sowohl das Buch als auch Bosnien kennt. Gewiss ist es für eine 27-Jährige mutig, in ein Land zu fahren, in dem vor weniger als einem Jahrzehnt Vergewaltigung Teil der Kriegsführung war. Gewiss ist Bosnien ein seltsames Land, noch immer gezeichnet von den Wunden des Schlachtens und den Konflikten zwischen drei Volksgruppen, die sich zwar sprachlich voneinander kaum stärker unterscheiden als Wiener und Tiroler, einander aber mitunter immer noch mit blankem Hass begegnen; weswegen das Land auch weiterhin in zwei Teile (Republika Srpska


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