Stadtrand: Gut geschildert

Stadtleben | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

Seit zwei Jahren wird der Karlsplatz vor Musikverein und Künstlerhaus umgebaut. Genauso lange ist die Rad-(und Fußweg-) Verbindung vom Ring zur Karlskirche gesperrt. Ein - bereits mehrfach überklebtes - Schild verspricht und verschiebt das baldige Ende der Bauarbeiten. Auf wann? "Ca. Juli 2002", ist da zu lesen. Gehts etwas genauer?

Schauplatzwechsel: Auf der Mariahilfer Straße widmet der Bezirksvorsteher per Hinweistafel "der lesbisch-schwulen Community Wiens" irgendwas. Aber was? Den Baum, die ganze Straße, den Hund, der am Baum festgebunden ist? Hingegen ganz konkret in Sachen Beschilderung ist man bei der Stoffhandel-Institution Komolka: Seit geraumer Zeit hängt dort im ersten Stock ein großformatiges Original des Malers Hans Staudacher. Entweder war die Kundschaft unachtsam oder fragte zu oft nach, jedenfalls prangt seit neuestem mitten im Gemälde ein Plakat, auf dem zu lesen ist, dass es sich um ein großformatiges Original des berühmten Malers Hans Staudacher handelt. Und vollkommen falsch liegt eine Sprachschule, die in der U4-Station Karlsplatz für Deutschkurse wirbt: ausgerechnet mit dem Bild eines Seppelhut tragenden Bayern mit König-Ludwig-Anstecker. Der Slogan? "There are some things you'll never understand about Austria." Könnte stimmen. C. W.


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