TIER DER WOCHE: Abgelocht

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 29/02 vom 17.07.2002

Jetzt ist aber Schluss mit lustig! Was als kleine feine Wahrnehmung der heranrückenden journalistischen Sommerloch-Front begann, hat sich mittlerweile zu einer eigenständigen medialen Kategorie aufgebläht. Wahrscheinlich gibt es schon darauf spezialisierte Presseagenturen, die immer absurdere Meldungen erzeugen ("1000-Jähriger überlebt 90 Bienenstiche"), uns mit bedeutungslosen Homestorys bombardieren (Lisi, die joggende Sau) oder gar ganz offen Product Placement betreiben ("Gammel Dansk in dänischem Fluss - 15.000 Forellen blau"). Zu letzter Meldung muss angemerkt werden, dass es sich bei Gammel Dansk nicht um die gleichnamige Hunderasse, den altdänischen Hühnerhund, handelt, sondern um einen bitteren Kräuterschnaps.

Also schließe ich an dieser Stelle das besagte Sommerloch, denn zu keiner Jahreszeit gibt es mehr über tierische Angelegenheiten zu berichten als im Sommer. Unsereiner leidet ja viel mehr unter dem Winterloch, wenn die Damen/Herren Insekten sich nicht blicken lassen,


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