INTERVIEW KRIPO-CHEF HAIDINGER: "Das war illegal, das ist klar"

Politik | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Herwig Haidinger redet nicht lange herum: "Dass das illegal war, ist klar", meint der designierte Kripo-Chef im Falter-Interview. Haidinger, der von Linz nach Wien übersiedelt ist, will den "EDOK"-Skandal nun dazu nützen, den Umgang mit V-Leuten und Undercoveragenten völlig neu zu regeln: "So etwas wird nicht wieder passieren."

Falter: Herr Dr. Haidinger, hohe Beamte des Innenministeriums sollen einen Mafiapaten geschützt haben. Wie kann so etwas passieren?

Herwig Haidinger: Der Fall betrifft eine Angelegenheit der ehemaligen EDOK, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Aufgeflogen ist die Angelegenheit, weil ich im Jänner 2001 eine Sonderkommission eingerichtet habe. Wir haben gehört, dass mit dem Herrn Jeremiasz B. (dem Vertrauensmann des Innenministeriums, Anm. d. Red.) etwas nicht in Ordnung sein soll.

Wann wurden Sie persönlich informiert, dass Jeremiasz B., der immerhin Mitte der Neunzigerjahre zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war, ein "Vertrauensmann"


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