Die schnelle Szene

THOMAS PRLIC | Politik | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Sicher in Wien? Verkommene Haltestellen, verunsicherte Anrainer, auffällig unauffällige Fahrgäste: Entlang der 18er-Linie am Gürtel handelt eine mobile Szene mit schnellen Drogen. Porträt einer unwirtlichen Straßenbahnstrecke. 

Kurz ein paar Blicke ausgetauscht, unverständliche Worte zugeraunt, schnell ein Telefonat mit dem Handy. Die zwei Männer im Eingangsbereich der Haltestelle Margaretengürtel wirken gehetzt. Der eine, strähnige Haare, ganz im Tarnfarbenlook gekleidet, läuft noch schnell zum Würstlstand und holt sich ein Bier. Der andere, bleichgesichtige Kerl im Unterleiberl hat es offenbar eilig, macht eine Kopfbewegung, die "komm mit" signalisiert, dann verschwinden die zwei auffällig unauffällig hinter der Station. Ein Afrikaner, Bügelfalten im Hemd, Sonnenbrille in den Haaren, hat schon einige Züge passieren lassen. Dann steigt er in eine Straßenbahn, wenige Minuten später kommt er mit der entgegenkommenden Bahn zurück. Wieder rastloses Warten.

  Während die

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