Ungebührlich Lärm erregt

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

POLIZEI. Ein Afrikaner wird rassistisch beschimpft und misshandelt. Die Polizei entschuldigt sich. Jetzt straft sie ihn wegen "ungebührlicher Lärmerregung", weil er sich über die erniedrigende Behandlung beschwert hat. 

Die Strafverfügung ist in bestem Amtsdeutsch abgefasst: "Sie haben durch lautes Schreien der Worte ,You Police! You are all Racists! You want to ashame me to the people around here! Tey (sic) will think that i am a Drug Dealer!' ungebührlicherweise Lärm erregt, welcher vermeidbar gewesen wäre. Sie haben gegen über einem Organ der öffentlichen Aufsicht (...) trotz Abmahnung ein aggressives Verhalten gezeigt, indem sie den gebotenen Ablauf der Amtshandlung zeitlich und aufwandmäßig durch leicht nach vorne gebeugten Oberkörper und ballen (sic) der Fäuste, sowie durch aggressive Stellungnahme unmittelbar vor Revierinspektor Eppinger und dem Versuch diesen an der Uniform zu erfaßen (sic) behindert haben." 2oo Euro kostet den Afrikaner Kambowa Mutombo der Spaß.


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