Jenseits der Top fünfzig

Medien | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

KULTURINDUSTRIE. Der Medien- und Kulturexperte Rüdiger Wischenbart im Gespräch über Konzentrationsprozesse am Buchmarkt, neue Trends in den Cultural Industries und über die marginale Rolle Wiens als internationaler Standort für Kulturproduktion. 

Vergangene Woche war wieder Entwarnung angesagt. Dieter Schormann, Chef des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, revidierte seine erst kürzlich abgegebene Katastrophenmeldung: Das Jahr 2002 werde nun also doch nicht die größte Krise des deutschen Buchhandels seit vierzig Jahren bringen, wie es noch Ende Mai geheißen hatte. Laut Schormann sei nicht mehr mit einem Umsatzrückgang von bis zu sieben Prozent, sondern voraussichtlich von maximal bis zu zwei Prozent zu rechnen. Erklärt wird diese Wende wundersamerweise mit der Wirtschaftskrise: Gerade in Zeiten wie diesen greife man wieder verstärkt zum billigen Buch und verzichte stattdessen auf anderen Luxus.

  Rüdiger Wischenbart hat so seine Zweifel an Zusammenhängen wie diesem.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige