Kommentar: Maturieren mit Emmy Werner

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Junge Wienerinnen und Wiener im Teenageralter wachsen mit der Volkstheaterdirektorin Emmy Werner heran: 1987, als sie zur Welt kamen, wurde die vormalige Leiterin des Theaters in der Drachengasse überraschenderweise zur Direktorin von Wiens zweitgrößter Bühne bestellt; 2005, wenn sie Matura machen, wird Emmy Werner ihre Ära beenden - es sei denn, ihr Vertrag wird in der Zwischenzeit doch noch auf Lebenszeit verlängert.

18 Jahre sind im Leben eines Menschen eine lange Zeit. Für eine Theaterdirektion ist es eine Ewigkeit. Höchste Zeit also, über eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger nachzudenken - was die Wiener Kulturpolitik nun offenbar tut. "Wir werden uns auch im Volkstheater grundsätzlich die Frage stellen: Welche Aufgabe hat das Haus? Wie sieht das Publikum aus? Womit will man es hereinholen?", sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in einem Standard-Interview. Gute, richtige Fragen, die Mailath allerdings postwendend wieder abschwächt. Der "Mix" aus Klassikern, Österreichern


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