Mit Essig und Öl

Kultur | STEFAN ENDER | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

LITERATUR. Per Olov Enquist macht aus Geschichte spannende und kluge Geschichten - "Der fünfte Winter des Magnetiseurs" ist der jüngste Beweis.  

Was ist die ideale Sommerlektüre für den couragierten, geistig regen und in politischen Dingen einer steten Wachsamkeit verpflichteten Falter-Leser? Richtig: ein Buch, das ein gerüttelt Maß an Aktion mit der Reflexion auf ewig gültige Themen und einer winzig kleinen Erektion des Wehret-den-Anfängen-Zeigefingers verbindet. Kann er haben, gibt es, liegt heuer auf dem Belletristiktisch: "Der fünfte Winter des Magnetiseurs" von Per Olov Enquist ist eine spannende Story, gewinnend dargeboten, wobei man sich in Enquists Erzählstrom wie in ein tiefes, weiches Sofa fallen lassen kann. Auf der Metaebene darüber noch eine fesselnde Grundsatzerörterung der großen philosophischen Essig-Öl-Paarungen Ratio und Emotio, Realität und Transzendenz, Wissenschaft und Glaube. Und zum Drüberstreuen entpuppt sich das Werk auch noch als Parabel über


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