Festival Glatt & Verkehrt: Von Hall über Neapel nach Benin

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Was wir über das Leben nach dem Tode wissen", so lautet der Untertitel von Werner Pirchners legendärem "Halben Doppelalbum" aus dem Jahr 1973. Beim entsprechenden Track auf der Platte herrscht 15 Sekunden lang Schweigen: Nichts also wissen wir darüber. Über das Verhalten der offiziellen österreichischen Kulturverwalter nach dem Ableben politisch unbequemer Künstler ist hingegen einiges bekannt: Während man Thomas Bernhard & Co zeit ihres Lebens eher mit Ignoranz strafte, wurden sie nach ihrem Tod - als sie sich nicht mehr dagegen wehren konnten - gerne von allen Seiten vereinnahmt. Diesem typisch österreichischen Schicksal ist nun auch Werner Pirchner nicht ganz entgangen: Ein Jahr nach seinem Tod gibt es nun in Krems die große Hommage, unterstützt vom Kunststaatssekretär einer Regierung, die dem politisch Engagierten ganz und gar nicht recht war.

  Aber seis drum: Es geht um die gute Sache - nämlich um die Musik des aus Hall in Tirol stammenden Künstlers. Dessen Vermächtnis


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