NÜCHTERN BETRACHTET: Die Unterwäsche in Zeiten der Kunstfaser

Kultur | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Hat man einmal keine Lust, in klimatisierten Schickimickilokalen den Bieren beim Verdunsten zuzusehen, dann gibt es eine schöne Alternative. Wenns draußen dampft und dunstet, dann mag man sich vielleicht auch in die Unterwäscheabteilungen klimatisierter Kaufhäuser verfügen, um dort zwischen Büstenhaltern und Boxershorts, Pants und Pyjamas herumzustreifen, Schnitte zu begutachten und Stöffchen zu prüfen, indem man diese zart zwischen Daumen und Zeigefinger reibt. Unterwäsche ist ein ewig-gültiges Thema: Je unförmiger der eigene Körper wird, mit umso größerem Bedacht will sie gewählt werden. Außerdem stellt das Angebot Unterwäsche eine unversiegbare Quelle des Staunens über der Menschen Hörigkeit und Torheit dar. So bewährt sich etwa die so genannte Baumwolle schon seit Jahrhunderten ganz hervorragend zur Herstellung von körpernaher Kleidung. Das hält die innovationsfreudige Unterwäscheindustrie aber keineswegs von der permanenten Neuentwicklung von Materialien ab,


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