Sideorders: Anti-Ötzi

Stadtleben | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

Es muss nicht immer Kruder & Dorfmeister sein. Auch wenn der Sound der beiden Herren schon in allen Sanitärfachgeschäften und Fahrstühlen zu hören ist, und auch wenn das für heimische Elektronik-Sampler eh toll ist, so muss es dennoch auch eine Alternative auf der mehr experimentellen Seite geben, nicht wahr? Die Orte, wo man sich davon überzeugen kann, dass die heimische Jugend auch ordentlich mit elektronischen Geräten umzugehen weiß, wurden mehr und sind zum Beispiel diese (Dank an Christian Schachinger für Beratschlagung):

Fluc, 2., Viadukt Praterstern, www.fluc.at.

Das jüngste der Etablissements, wo heimische Experimental-Elektronik gespielt wird. Gegründet von drei Absolventen der Angewandten, untergebracht im Viadukt quer über dem Praterstern, ausgestattet mit einer eigens entwickelten Software, deren Aufgabe es ist, über individuell anzusteuernde 17 Boxen neue Klangerlebnisse zu vermitteln, nicht mehr frontal, sondern eher umfassend.

Café U, 2., Karlspl./Künstlerhauspassage Obj. U26, Tel. 505 99 04, tägl. 9-4 Uhr, www.club-u.at

Tagsüber Schanigarten und Café rund um den Otto-Wagner-Pavillon am Karlsplatz, nachts dann die Musikabteilung. Was los ist und wie es aussieht, kann man mittels vier Web-Cams mitverfolgen, Musik auch hier eher auf der experimentell-elektronischen Seite.

Ra'mien Lounge, 6., Gumpendorfer Str. 19, Tel. 585 47 98, So, Di, Mi 21-2, Do-Sa 21-4 Uhr,

Im Keller des vielleicht coolsten Asia-Restaurants der vergangenen drei Jahre (mit absolut superer Küche am Abend) spielt sich eine andere, schrägere Szenerie ab: Aus einem abgewrackten Chinarestaurant machten die drei Ra'mien-Buben einen Party-Keller mit Suzy-Wong-Appeal, aufgelegt wird quer durch, aber je nach DJ kommt auch Austro-Elektronik gerne vor.


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