Der Mut zur Tiefe

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 30/02 vom 24.07.2002

NEUES LOKAL. Beim neuen Austropop Café weiß man nicht wirklich genau, ob das jetzt unerträglich peinlich oder ironisch skurril ist.

Vorher war da eine von diesen Souterrain-Pizzerien, gegen die man vom demokratischen Standpunkt aus, dass ja nicht alle Lokale in der Schleifmühlgasse originell oder Soho-mäßig sein müssen, nicht viel haben konnte. Plötzlich war dieser "Gondollino" (sic) genannte Schandfleck dann aber zu und kurz darauf setzten emsige Umbauarbeiten ein, die sich durch Verwendung von viel Fichtenholz und einiger Holzfässer bemerkbar machten. Das Austropop Café entstand, und man ahnte schon, dass man sich da jetzt wieder einmal echt zu früh gefreut hat.

Das Konzept des Austropop Café ist rasch erklärt: Die Dekoration der Hellholzwände wird durch Porträtfotos diverser Protagonisten des zum Glück längst verstummten Austropops bestritten, durch Gitarren-Torsi (Hardrock Café, schau oba), durch ein Paar alter Schi ("Schiiiifoann"), einen eigenartigen Naschmarktbereich


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