DOLM DER WOCHE: S. Riess-Passer

Politik | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

Es ist keine Seltenheit, dass Politiker wichtige Nachrichten erst den Zeitungen entnehmen. Jene über ihre eigene Ablöse etwa. Susanne Riess-Passer ist eine künftiger Kandidatin für dieses Schicksal. Obwohl es eh egal ist, ob sie offiziell FPÖ-Obfrau bleibt oder nicht, so oder so kriegt sie nicht mit, was in "ihrer" Partei passiert. Die Politik macht ein anderer. Etwa vergangene Woche, als sich Jörg Haider mit Vertretern der rechtsextremen Parteien Lega Nord und Vlaams Blok traf, um eine Zusammenarbeit auf Europa-Ebene zu diskutieren. Die österreichische Regierungspartei im Kreis der europäischen Ultrarechten - wenn das die Führerin wüsste! Sie wusste es aber erst nach der Zeitungslektüre. Man sollte die arme Frau fairerweise endlich zu den FPÖ-Parteivorständen einladen. Noch ein guter Tipp für Riess-Passer zur Erinnerung: Ministerrat ist immer am Dienstag.


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