Kommentar: Franz Morak - Vater aller Dinge

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

Wer derzeit den Fürstenhof im MuseumsQuartier betritt, vernimmt dumpfe Schläge und Schreie. Hat der MQ-Direktor wieder mal eine Auseinandersetzung mit unzufriedenen Mietern? Nein, die besorgniserregenden Geräusche stammen aus dem Video "Kill Kill Choréographie" des französischen Künstlers Alexandre Périgot: Ganz zu Beginn ertönt eine Salve von Schüssen, danach fallen die Akteure auf den harten Bretterboden und winden sich dort vor Schmerz. Sie würden sich vor Lachen winden, wüssten sie, Teil welcher Inszenierung sie geworden sind.

"Gewaltbilder. Positionen der Gegenwartskunst" nennt sich die Ausstellung im MQ. Sie ist die kleine Version einer Ausstellung im Museum Bellerive in Zürich und Teil der Veranstaltung "Kunst gegen Gewalt", einer Initiative des Vereins "Art und Vision" mit der Postadresse Deutsche Bank, 1010 Wien, Hohenstaufengasse 4 (wo unabhängige Kulturinitiativen halt so gewöhnlich ihre Post empfangen). Finanziert wird das Projekt von Moraks Kunststaatssekretariat


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