"... dass ich ein Nazi bin"

Kultur | ERICH KLEIN und ULDIS TIRONS | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

MENSCH & BERG. Heinrich Harrer feierte erst unlängst seinen neunzigsten Geburtstag und legt nun seine Autobiografie vor. Mit dem "Falter" sprach er über seine Reisen und Gipfelsiege, über die Veränderungen im Klettersport, über den Dalai Lama und Adolf Hitler. 

Bergsteiger, Weltreisender, Schriftsteller, Forscher, Völkerkundler - was auch immer der am 6. Juli 1912 im kärntnerischen Hüttenberg geborene Heinrich Harrer gewesen ist, er war erfolgreich. Mit der Erstbesteigung der Eigernordwand legte er 1938 den Grundstein für eine Bilderbuchkarriere. Hitler lobte den zeitgerechten Gipfelsturm des damals 26-jährigen Ostmärkers: "Kinder, Kinder, was habt ihr geleistet!" Die darauf folgende Einladung zur deutschen Himalaya-Expedition führte Harrer zwar vorerst in die britische Internierung in Indien, seine Flucht nach Tibet aber und der Bericht über das Leben in der buddhistischen Feudaltheokratie unter dem Titel "Sieben Jahre in Tibet" machten ihn zu einem international gefragten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige